Der Bau der neuen Bioerdgas-Anlage in Einbeck schreitet in großen Schritten voran, wie die Teilnehmer einer offiziellen Baustellenbesichtigung feststellen konnten. Die Anlage wird gemeinsam von E.ON und MT-Energie gebaut und soll im Herbst 2009 fertig gestellt werden. Dann können rund 500 Kubikmeter Biomethan pro Stunde ins Erdgasleitungsnetz eingespeist werden.

„Hier ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft getan“, betonte Friedrich Wolf, Geschäftsführer der E.ON Bioerdgas GmbH. Am Standort Einbeck werden 1.000 Norm-Kubikmeter Rohbiogas pro Stunde produziert. Die Anlage besteht aus sechs Behältern: zwei Fermenter mit jeweils zwei Feststoffeinträgen, ein Nachgärer und drei Gärproduktlager. In einer Gasaufbereitungsanlage wird das Rohbiogas auf Erdgasqualität aufbereitet und anschließend ins Ergasleitungsnetz eingespeist.

Die Aufbereitungstechnik basiert auf dem BCM-Verfahren® in Lizenz der DGE GmbH Wittenberg. Dieses Verfahren trennt das Biogas mittels einer drucklosen Aminwäsche in CO2 und Methan. Bei diesem Verfahren fällt für die Gasaufbereitung nur ein geringer elektrischer Energieaufwand an. Der Wärmebedarf, der nach EEG regenerativ erzeugt werden muss, beträgt 600 Watt pro Norm-Kubikmeter aufbereitetem Biogas. Diese werden in Einbeck über eine Hackschnitzelheizung geliefert, die mit 2,5 Tsd. Tonnen Hackschnitzeln pro Jahr 160°C Wärme zur Verfügung stellt.

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